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17/05/2009
80 Prozent Wer weniger verdient, bleibt zuhause - dieses Argument spielt eine entscheidende Rolle, wenn Paare die Betreuung ihrer (Klein-)Kinder planen. In Österreich sind es nach wie vor überwiegend Frauen, die zu den unteren Einkommensschichten gehören. Trotz durschnittlich besserer Ausbildung verdienen sie noch immer bedeutend weniger als ihre männlichen Kollegen. Mit einem einkommensabhängigen Kindergeld will Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek nun einen entscheidenden Schritt in der Familienpolitik setzen: Das Kindergeld soll künftig 80 Prozent des Nettoeinkommens ausmachen. Der Mindestbezug soll dabei 1000 Euro sein, der maximale Bezug bei 2000 Euro liegen.
Das neue Modell soll als vierte Variante neben den bereits bestehenden Modellen angeboten werden - und damit unterschiedlichen Lebenssituationen gerecht werden. Vom einkommensabhängigen Kindergeld erwartet sich Heinisch-Hosek eine stärkere Beteiligung von Vätern in der Kinderbetreuung. Ein ähnliches Modell existiert in Schweden - auch dort beziehen Väter und Mütter 80 Prozent des letzten Einkommens.
Bundeskanzleramt Frauen
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